Mein Wirken im Überblick

Das bin ich…

Mein Wirken im Überblick

Die letzten 20 Jahre meines Lebens waren geprägt von Verantwortung in Politik, Verwaltung und Gesellschaft.

Davor habe ich aber auch schon spannende Aufgaben gemeistert. 

Oberbürgermeisterin

Bild: Martin Heintzen

Als Oberbürgermeisterin der Stadt Bruchsal durfte ich 16 Jahre lang (2009-2025) eine Stadt mit rund 47.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Kraichgau gestalten und weiterentwickeln. In dieser Zeit ist Bruchsal zu einer sozialen, weltoffenen und zugleich wirtschaftlich prosperierenden Stadt gewachsen. Nach meiner ersten Amtszeit wurde ich mit 77% im Amt bestätigt. Dieses große Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger war für mich Bestätigung und Verpflichtung zugleich.

Ein besonderes Anliegen bestand bei mir darin eine nachhaltige Stadtentwicklung, die wirtschaftliche Dynamik mit gesellschaftlichem Zusammenhalt verbindet. Als ebenso wichtig betrachtete ich immer die Stärkung Bruchsals als familienbewusste Kommune – ein Ort, an dem Lebensqualität, Bildung und soziale Teilhabe für alle Generationen möglich sind. Gemeinsam mit vielen engagierten Menschen konnten wir Impulse für ein lebendiges Gemeinwesen setzen, das Offenheit, Verantwortung und Zukunftsfähigkeit miteinander verbindet.

Dabei ist es für mich stets selbstverständlich, Themen nicht isoliert zu betrachten. Zukunft entsteht dort, wo unterschiedliche Bereiche zusammenwirken. Wirtschaft, Energie, Stadtentwicklung, Innovation, Digitalisierung, Kultur, Bildung und gesellschaftlicher Zusammenhalt gehören für mich untrennbar zusammen. Gerade an diesen Schnittstellen entstehen nachhaltige Lösungen und neue Perspektiven. Dieses ganzheitliche Denken und die Fähigkeit, Menschen, Institutionen und Ideen miteinander zu verbinden, gehören zu meinen besonderen Stärken.

Bürgermeisterin

Als Bürgermeisterin der Stadt Ettlingen (2005-2009) durfte ich für ein breit gefächertes Dezernat verantwortlich sein. Zu meinen Zuständigkeitsbereichen gehörten unter anderem das Ordnungs- und Rechtswesen, der Sozialbereich und das Bauamt. Damit umfasste meine Arbeit sehr unterschiedliche kommunale Aufgabenfelder – von sozialen und ordnungspolitischen Fragestellungen bis hin zu baulichen und stadtentwicklerischen Themen.

Aufsichtsratsvorsitzende in mehreren Gesellschaften

Über insgesamt 20 Jahre hinweg (2005-2025) durfte ich zudem Verantwortung als Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Ettlingen und der Stadtwerke Bruchsal übernehmen. Dadurch habe ich die Entwicklung der kommunalen Energieversorgung, der Energiewende und der engen Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Stadtwerken, Wirtschaft und Politik intensiv begleitet und mitgestaltet. Gerade im Energiebereich zeigt sich für mich besonders deutlich, dass erfolgreiche Zukunftsgestaltung nur gelingt, wenn technische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Aspekte gemeinsam gedacht werden.

Die Gestaltung der Energiewende ist mir ein ganz großes Anliegen. Mit viel Herzblut, Sachverstand und Durchsetzungsvermögen habe ich die Gestaltung der Energiewende in den unterschiedlichsten Projekten vorangebracht. 

Ebenso war mir die Förderung von Innovation und Wirtschaft ein großes Anliegen. Ich habe die Wirtschaftsförderungsgesellschaft maßgeblich unterstützt und Zukunftsprojekte wie den Digital Hub, das HubWerk01 sowie den Triwo Techno Park mit auf den Weg gebracht und begleitet. Dabei ging es mir immer darum, Innovationen mit konkretem Nutzen für Menschen, Unternehmen und die Region zu verbinden und neue Räume für Zusammenarbeit und Zukunftsideen zu schaffen.

Ungewöhnliche Jahre auf dem Weg zur Volljuristin

Nach dem Abitur im Jahre 1983 habe ich eine Ausbildung zur Sparkassenkauffrau (1985) bei der größten baden-württembergischen Sparkasse in Pforzheim absolviert. Mein ungewöhnlicher beruflicher Werdegang begann jedoch bereits nach dieser Ausbildung: Anstatt bei der Sparkasse weiter Karriere zu machen oder sofort mit dem Studium zu beginnen, folgte ich dem besonderen Aufruf des Landeskriminalamts Baden-Württemberg und war eine von nur 20 Frauen in ganz Baden-Würrtemberg, die 1995 diese  Spezialausbildung bei der Kriminalpolizei Baden-Württemberg durchlaufen konnten. Ich habe mich besonders für den Bereich Wirtschaftskriminalität interessiert.

Nach erfolgreicher Spezialausbildung habe ich beim LKA Baden-Württemberg von 1987-1994 in der Abteilung Wirtschaftskriminalität von Anfang an an einem großen Fall eigenständig mitgearbeitet. Gleichzeitig war es mein Wunsch zu studieren (1987-1992), sodass ich zeitgleich in Freiburg das Studium der Rechtswissenschaft abgeschlossen habe. Diese extreme zeitliche und örtliche Belastung prägte mein gesamtes Berufsleben – eine Messlatte für Durchhaltevermögen und damit auch für Resilienz im Berufsleben.

Während des Referendariats und nach erfolgreichem 2. Staatsexamen (1994) hat mich dann der Bürgermeister von Elzach aus meiner Verwaltungsstation auf die Idee gebracht, dass ich mit meiner Art, auf Menschen zuzugehen, und mit meinen Fähigkeiten auch geeignet wäre, Bürgermeisterin zu werden. Insofern weiß ich, wie wichtig Förderer und Mentoren sind.

So kam es, dass ich nach dem 2. Staatsexamen als Bürgermeisterin kandidierte und knapp verlor. Darauf wurde ich von den unterschiedlichsten politischen Grupierungen und in verschiedenen Gemeinden Baden-Württembergs aufgefordert, mich als Bürgermeisterin zu bewerben. Meine ersten Verwaltungsstationen führten mich als Hauptamtsleiterin nach Bad Wildbad und anschließend in die Stadt Rheinstetten. Bereits als Hauptamtsleiterin haben mich die vielfältigen Aufgaben einer Kommune interessiert, und ich bin auch stolz darauf, dass ich z. B. in Rheinstetten den Weg zur Großen Kreisstadt mitgeebnet habe.

Aufgrund dieses Wirkens wurde ich dann in Ettlingen angesprochen, Bürgermeisterin zu werden. 

Ehrenamtliches Engagement

Neben meiner beruflichen Laufbahn bin ich seit meiner Jugend stark in der kirchlichen und verbandlichen Arbeit verwurzelt. Mein Engagement reicht von der katholischen Jugendarbeit über die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg bis hin zum Familienbund. Darüber hinaus war ich am Aufbau eines Netzwerks für junge Erwachsene in der Erzdiözese Freiburg beteiligt.

Als stellvertretende Vorsitzende des Familienbundes und durch mein langjähriges Engagement in der entwicklungspolitischen Arbeit habe ich vielfältige Erfahrungen in Leitungs- und Gruppenprozessen innerhalb kirchlicher Strukturen gesammelt. Diese Erfahrungen prägen bis heute meine Haltung und mein Verständnis von Gemeinschaft und Verantwortung.

Ein besonderer Schwerpunkt meines Wirkens liegt im Bereich sinnstiftender Angebote. Über viele Jahre hinweg habe ich gemeinsam mit meinem verstorbenen Mann, Menschen auf dem Jakobsweg begleitet.

Persönliche Herausforderungen

Mein eigener Lebensweg war dabei nicht frei von persönlichen Herausforderungen. Mit ungewollter Kinderlosigkeit und gesundheitliche Belastungen musste ich bereits in jungen Jahren umgehen. 

Der frühe Verlust meines Ehemannes Norbert Schick (Ende 2020) war eine einschneidende, existenzielle Zäsur für mich. 

Diese Schicksalsschläge haben mein Leben immer wieder verändert. 

Woher nimmt man die Kraft, immer wieder, sich auch neu zu erfinden? 

Gerade in schwierigen Zeiten habe ich erfahren, wie wichtig Zuversicht, Vertrauen, innere Stärke und tragfähige Gemeinschaften sind. Diese Erfahrungen haben meine Haltung als Führungspersönlichkeit ebenso beeinflusst wie meine Überzeugung, Menschen mit Respekt, Wertschätzung und Empathie zu begegnen.

Diese Erfahrungen haben meinen Blick auf Lebenswege, Übergänge und persönliche Entwicklung vertieft. 

Fazit: Mut zur Veränderung

Geschäftsführerin der CPS Sinnwerkstatt GmbH

Nach erfolgreichen 16 Jahren als Oberbürgermeisterin und meiner persönlichen Situation wäre es eine naheliegende Entscheidung gewesen, erneut für das Amt zu kandidieren im Juli 2025 erneut für das Amt der Oberbürgermeisterin zu kandidieren. Nach einer schwierigen Abwägung habe ich mich für einen neuen Weg entschieden. Die Entscheidung war schwierig, weil ich sehr gerne Oberbürgermeisterin war und auch noch Kraft und Lust auf diesen Stressjob hatte. Ich habe mich bewusst anders entschieden. Nicht, weil mir diese Aufgabe keine Freude mehr gemacht hätte – im Gegenteil. Die Entscheidung, neue Wege zu gehen und mit der CPS Sinnwerkstatt Menschen, Kommunen, Unternehmen und Organisationen zu begleiten, erforderte Mut. Genau diesen Mut zur Veränderung möchte ich heute auch anderen weitergeben. Denn Entwicklung beginnt dort, wo wir bereit sind, neue Perspektiven einzunehmen und unsere Erfahrungen sinnvoll für die Zukunft einzusetzen.

Heute verbinde ich meine kommunalpolitische, gesellschaftliche und spirituelle Erfahrung in neuen Formaten. Es ist mir ein Anliegen, Räume und Gelegenheiten zu schaffen, in denen Menschen Orientierung finden, persönliche Entwicklung erfahren und neue Perspektiven für ihr Leben gewinnen können.

Ich möchte die Erfahrungen aus mehr als zwei Jahrzehnten kommunaler Führungsverantwortung weitergeben – insbesondere an jüngere Menschen, an Frauen und an alle, die Verantwortung übernehmen, Veränderungen gestalten oder neue Projekte entwickeln möchten. Es begeistert mich, Menschen zu ermutigen, Potenziale zu entdecken, Ideen Wirklichkeit werden zu lassen und Zukunft aktiv zu gestalten.